Aktuelles Release

Highlight-Features in ECU-TEST 2022.2

Linux-Support

Mit dem Release der neuen ECU-TEST Version 2022.2 können Testfälle jetzt auch skaliert in Linux-basierten Cloudsystemen ausgeführt werden. Für ECU-TEST-Anwender, die bislang unter Windows gearbeitet haben, ist es damit ganz einfach möglich, in eine SiL-Testumgebung in die Cloud wechseln.

Der Lieferumfang des ECU-TEST Runners besteht aus einem DEB (debian)-Package, der Anwenderhilfe und einer Anleitung, die beschreibt wie der Runner in einem Docker-Container betreiben werden kann. Zum aktuellen Zeitpunkt unterstützen wir die Ubuntu-Version 20.04 LTS. Bei der Linux-Version handelt es sich um einen Runner ohne User-Interface.

Mehr Details zum Thema ECU-TEST unter Linux gibt es in dem Video.

Bibliotheksworkspace

In ECU-TEST gibt es eine neue Bibliotheksfunktion – den Bibliotheksworkspace. In diesen können Packages, Projektgeneratoren und User-Python-Module (UserPyModules) eines Workspaces ausgelagert werden.

Das ist praktisch, denn die erstellten Inhalte der Bibliotheksworkspaces können dann wie gewohnt in Packages und Projekten anderer Workspaces integriert und dort wiederverwendet werden.

In ECU-TEST unterscheiden sich die Elemente der Bibliotheksworkspaces durch ihre blaue Farbgebung deutlich von denen des Hauptworkspaces.

Ein Workspace kann beliebig viele Bibliotheksworkspaces nutzen. Die Einbindung solcher Bibliotheken in einen anderen Workspace erfolgt per Pfadangabe in den ECU-TEST Einstellungen. Auch die Erstellung eines Bibliotheksworkspaces erfolgt über die Seite Manifest im Dialog Einstellungen.

ECU-TEST Neuerungen 2022.2

MACsec

In modernen E/E-Architekturen werden zunehmend Security-Maßnahmen getroffen, um bekannte Angriffsmuster auf die Fahrzeugkommunikation zu unterbinden. Eine Maßnahme besteht im kryptographischen Schutz von Teilen oder der gesamten Bordnetzkommunikation. Neben IPsec und TLS kann auch die Implementierung des MACsec-Protokolls im Bordnetz diesem Zweck dienen.

ECU-TEST erlaubt nun auch die Absicherung kryptographisch geschützter Ethernet-Netzwerke. Dazu bietet die eingebaute Netzwerklösung den Aufbau von und Kommunikation über MACsec-geschützte Strecken. Das Aushandeln der Sitzungsschlüssel erfolgt über das MACsec Key Agreement (MKA) in Verbindung mit einem statischen (pre-shared) Connectivity Association Key (CAK). Derzeit wird nur der Integritätsschutz unterstützt. Verschlüsselung ist noch nicht Teil des Funktionsumfangs.

ECU-TEST Neuerungen 2022.2

Zeit-Synchronisation über CAN und FlexRay mit Vector-Hardware

Mit ECU-TEST ist nun möglich, auf einem Bussystem eine präzise Zeit entsprechend dem folgenden AUTOSAR-Protokoll vorzugeben:

  • Time Synchronization over CAN/FlexRay bzw. IEEE 802.1AS

Neben der Unterstützung des Timing-Slaves, kann ECU-TEST jetzt auch die Rolle des Timing-Masters wahrnehmen.

Die Aktivierung erfolgt auf einem Manipulationsport über den Job:

  • StartTimeSyncMaster

Um eine hohe Genauigkeit zu erzielen, verwendet die Implementierung die Hardware-Zeitstempel von Vector-Messhardware. Falls Bedarf für die Unterstützung weiterer Messhardware besteht, können Sie gern mit uns Kontakt aufnehmen.

Effiziente Filterung sehr hoher Ethernet-Datenraten für mehrere PLP-DataFrames

In den letzten Versionen von ECU-TEST wurden Verbesserungen für die Auswertung passiv empfangener SOME/IP-Nachrichten hinsichtlich der Performance umgesetzt. Dazu beigetragen hat die effiziente Filterung sehr hoher Ethernet-Datenraten.

Diese Filtermechanismen greifen jetzt auch in Verbindung mit CMP/PLP-Datenströmen. Der BPF-Generator unterstützt dabei die Filterung von bis zu vier PLP-Dataframes eines PLP-Paketes. Dafür steht der folgende Job zur Verfügung:

  • LearnBPFilter

Selenium

Mehrwertdienste wie die Abfrage des Ladezustands des Fahrzeugs sind heute bereits abseits vom Fahrzeug via App und Web-Interface möglich.

Um die Kommunikation des Fahrzeugs mit dem Backend, sowie die Funktion der Aktionen über ein Web-Interface testen zu können, bietet ECU-TEST nun eine Anbindung an Selenium.

Für diese Anbindung stehen in ECU-TEST unterschiedliche Jobs zur Verfügung, mit denen die Inhalte der Webseiten auf unterschiedliche Kriterien (Bild, Text) geprüft werden können.

Voraussetzung ist ein Webdriver für den verwendeten Browser, z. B.:

  • Geckodriver.exe – Firefox
  • Chromedriver.exe – Google Chrome

In der Testbench-Konfiguration werden sowohl der Pfad zum installierten Webbrowser als auch zum Webdriver eingestellt.


Auch durch die Neuerungen vergangener ECU-TEST Versionen können Sie sich klicken.
ältere Versionen

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Highlight-Features in ECU-TEST und TRACE-CHECK 2022.2

Aktualisierung der GUI-Bibliothek

ECU-TEST 2022.2 verwendet jetzt wxPython 4.1.2 als Framework für die grafische Benutzeroberfläche.

Dieser Umstieg war technisch notwendig, um weiterhin und vor allem auch zukünftig einen hohen Funktionsumfang gewährleisten zu können. Optisch haben sich dabei nur Details geändert, wie z.B. die Anzeige des Akkordeon-Menüs im Editor oder die allgemein flachere und modernere Ansicht der Bedienoberfläche. An der Menüführung selbst hat sich nichts geändert.

Sollten Probleme bei benutzerdefinierten GUI-Elementen auftauchen, wenden Sie sich bitte an unseren Support.

ECU-TEST Neuerungen 2022.2

Knowledge Base für einen noch direkteren Support

Mit unserer Knowledge Base haben wir eine Plattform geschaffen, in welcher Anwender Lösungen für häufig gestellte Fragen rund um die Anwendung unserer Tools erhalten. Durch die Integration in unser Support Center werden hilfreiche Artikel bereits bei der Formulierung einer neuen Anfrage angezeigt - im besten Fall ist damit kein Support-Ticket mehr notwendig.

In ECU-TEST ist die Knowledge Base über das Menü Hilfe mit einem Klick zu erreichen.

ECU-TEST Neuerungen 2022.2

Highlight-Features in TRACE-CHECK 2022.2

DTLS-Unterstützung für die PCAP-Traceanalyse servicebasierter Kommunikation

Die zunehmende Vernetzung der Bordnetzkommunikation mit Backend-Systemen sowie neue gesetzliche Regularien erfordern es, die Kommunikation vor Cyberattacken zu schützen.

Das DTLS-Sicherheitsprotokoll (Datagram Transport Layer Security) ermöglicht eine Authentifizierung und sogar Verschlüsselung der Fahrzeugkommunikation, sodass diese vor Manipulation und Abhören geschützt wird. DTLS basiert auf der Funktionsweise von TLS, verwendet aber statt TCP das ungesicherte Transportprotokoll UDP.

TRACE-CHECK Neuerungen 2022.2

Die aktuelle Version von ECU-TEST unterstützt die Analyse servicebasierter Kommunikation mit DTLS 1.2 aus PCAP-Traces. Insbesondere lassen sich mit Wireshark exportierte Schlüsseldateien wiederverwenden. Sollten Sie Interesse an der Erweiterung dieses Features haben (z.B. TLS-Unterstützung), wenden Sie sich bitte an unseren Support.

Abbruch der Traceanalyse bei Synchronisationsfehlern

Die erfolgreiche Synchronisation mehrerer Traces aus diversen Quellen kann eine wesentliche Voraussetzung für deren Verarbeitung darstellen. Ist es nicht möglich, eine Synchronisation mit der geforderten Genauigkeit herzustellen, ergibt auch eine ggf. zeitaufwändige Nachverarbeitung (Trace-Zusammenführung und Traceanalyse) der Aufnahmen keinen Sinn.

In der neuen Version von ECU-TEST wurde die Option Bei Fehler fortsetzen eingefügt, um die Nachverarbeitung im Fehlerfall abzubrechen und wertvolle Ressourcen wieder freizugeben.

TRACE-CHECK Neuerungen 2022.2

Unterstützung von IP-Reassembling bei der PCAP-Traceanalyse

Insbesondere bei großen zu übertragenden Daten kann es passieren, dass diese nicht in ein einzelnes IP-Datenpaket passen. In diesem Fall werden die Daten in mehrere Pakete fragmentiert. Die aktuelle Version von ECU-TEST beherrscht es, diese Paket-Fragmente aus PCAP-Traces wieder zusammenzusetzen und so zu analysieren, als seien sie als Ganzes übertragen worden.

Unterstützung von Parquet-Traces in der Traceanalyse

Apache Parquet ist ein quelltextoffenes, spaltenorientiertes Aufnahmeformat zur performanten Analyse großer Datenmengen. Es ist mit ECU-TEST nun möglich, Parquet-Dateien (.parquet oder .pqt) zu analysieren.


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