ecu.test Release 2026.3

Highlights auf einen Blick

ecu.test agent  chat

Beim Erstellen von Testschritten steckt viel Kontextwissen implizit im Projekt und muss bei jedem Schritt aufs Neue manuell berücksichtigt werden. Das kostet Zeit, erzeugt Inkonsistenzen und ist fehleranfällig. 

Mit dem ecu.test agent  chat zieht KI-Unterstützung direkt in ecu.test ein und setzt genau da an. Er erledigt repetitive Arbeit beim Erstellen von Testschritten, sorgt für konsistente Ergebnisse und beantwortet Fragen rund um ecu.test. So bleibt mehr Zeit für das Wesentliche: die eigentliche Testlogik.

KI-gestützte Testschrittgenerierung

Der Agent unterstützt bei der Erstellung von Testfallschritten und bei der Generierung von Traceanalyse-Schritten. In beiden Fällen analysiert er den vorhandenen Projektkontext automatisch und berücksichtigt dabei:

  • Signal-Mappings, Tool- und Port-Jobs sowie Package-Mappings
  • Package-Variablen und globale Konstanten
  • Die Block-Beschreibung als Grundlage für passende Testschritte

Da der Agent direkt auf das gesamte Projekt-Setup zugreift, passen die generierten Schritte zur bestehenden Testumgebung und sind in der Regel direkt einsatzbereit. Manuelle Fehler bei der Auswahl von Signalen, Mappings oder Package-Aufrufen werden so erheblich reduziert.

Hinweis:  Die Unterstützung der Traceanalyse befindet sich noch in einer frühen Entwicklungsphase und wird in kommenden Versionen weiter ausgebaut.

Konsistenz durch Referenzimplementierungen

Der Agent lernt aus ähnlichen Blöcken in bestehenden Packages. Bewährte Testmuster aus dem eigenen Projekt fließen in die Generierung ein und werden auf neue Testfälle übertragen. So entstehen konsistente und standardisiert wiederkehrende Lösungen, ohne dass Teams aktiv eingreifen müssen.

Anpassbare Generierung

Die Generierung lässt sich flexibel auf projektspezifische Anforderungen einstellen:

  • Konfigurierbare Filter steuern, wie viele Elemente aus den einzelnen Kategorien einfließen
  • Custom Instructionsermöglichen die Anpassung an projektspezifische Namenskonventionen, Stilregeln und individuelle Präferenzen

ecu.test-Hilfe direkt im Chat

Unsicher, wie ein bestimmtes Feature funktioniert oder wie ein Problem zu lösen ist? Einfach im Chat fragen – der Agent hilft weiter, ohne dass die Umgebung verlassen werden muss.

Agentischer Multimedia-Testschritt

Mit dem neuen Testschritt Agentic Multimedia lassen sich komplexe Multimedia-Testabläufe anhand eines frei formulierten Prompts selbstständig planen, ausführen und bewerten.

Der Testschritt steht dazu mit allen in ecu.test vorhandenen Multimedia-Tools sowie selbst erstellten Usertools zur Verfügung. Das für die Multimedia-Verarbeitung verwendete Modell wird zentral in den Workspace-Einstellungen über die Multimedia-Einstellungen gewählt.

Zur Laufzeit analysiert der Testschritt den Prompt, leitet daraus geeignete Aktionsfolgen ab und führt diese auf dem verknüpften Multimedia-Tool aus.

Optional können bereits ermittelte Prompt-Analysen, Ausführungsschritte und Kontextinformationen über einen Cache wiederverwendet werden.

Dadurch lassen sich wiederholte Ausführungen beschleunigen und unnötige Modellanfragen reduzieren. Über die Testschrittparameter kann gesteuert werden,

  • ob der Cache verwendet wird,
  • wie viele Modellanfragen maximal zulässig sind und
  • wie lange nach Aktionen gewartet wird.

Mit aktiviertem Self-Healing können fehlerhafte Cache-Einträge bei Bedarf verworfen und der Ablauf erneut ohne Wiederverwendung ausgeführt werden.

Beispiel:

Der Testschritt enthält den Prompt: "Geh in die Bluetooth-Einstellungen und schalte sie aus. Stelle sicher, dass du dich in den Bluetooth-Einstellungen befindest und Bluetooth ausgeschaltet ist."

Der aktuelle Bildschirminhalt des verbundenen System-under-Test (SUT) wird ausgelesen und analysiert. Der Agent ermittelt die nächste Aktion und führt sie aus – Schritt für Schritt, bis das Ziel erreicht ist.

Im Beispiel navigiert er vollständig selbstständig zum Menü Einstellungen (Schritt 1), wechselt in das Menü Verbunde Geräte (Schritt 2) und deaktiviert Bluetooth (Schritt 3), ohne fest codierte Koordinaten oder manuelle Testschritte.

Im Testreport wird jeder Zwischenschritt mit dem Reasoning des Modells und einem Abbild des SUT dokumentiert.

Testfälle lokal entwickeln und remote über one:cx/ test.guide ausführen

Prüfplätze sind ein knappes Gut und entfalten ihren größten Mehrwert, wenn sie nahezu durchgehend Tests ausführen. Die manuelle Entwicklung und Anpassung neuer Testfälle blockiert diese Ressourcen jedoch häufig und reduziert dadurch die Gesamtauslastung.

Mit diesem Feature werden Entwicklung und Ausführung zu einem durchgängigen Workflow verbunden.

  • Lokal entwickeln, remote ausführen: Testfälle werden am Arbeitsplatz erstellt und mit wenigen Klicks auf dem Zielprüfplatz ausgeführt.

  • Intelligente Auswahl:Im Ausführungsdialog werden Package-Änderungen, Zielkonfiguration und passendes Zielsystem gezielt ausgewählt.

 

  • Automatisierte Queue: Änderungen werden automatisch per Git übertragen und der Test in die Prüfplatz-Warteschlange eingereiht.


  • Maximale Auslastung: Der Prüfplatz wird während der Entwicklung nicht belegt und wird ausschließlich für die eigentliche Testausführung belegt – optimal für die parallele Nutzung und CI-Automatisierung.

 

Workspacekompatibilität zwischen verschiedenen ecu.test-Versionen

Ab ecu.test 2026.3 läuft der parallele Betrieb verschiedener ecu.test-Versionen auf demselben Workspace deutlich reibungsloser. Das hilft besonders in Umgebungen, in denen mehrere Teams einen gemeinsamen Workspace nutzen, etwa Bibliotheksworkspaces, und bisher gezwungen waren, Updates gleichzeitig und organisationsübergreifend auszurollen.

In den Workspace-Einstellungen lässt sich nun eine ecu.test-Version festlegen, mit der die Artefakte im Workspace kompatibel bleiben sollen. Beim Speichern prüft ecu.test die Artefakte gegen diese Zielversion und verhindert so, dass sie versehentlich für ältere Versionen inkompatibel werden. Ein Dialog weist darauf hin, falls sich eine Inkompatibilität nicht vermeiden lassen würde. Zusätzlich zeigt der Workspace Explorer direkt an, für welche ecu.test-Version das Artefakt oder die Bibliothek kompatibel sind.

Weitere Ergänzungen:

  • Eine neue Migrationshilfe (siehe Hilfe - Migrationshilfe) aktualisiert einen kompletten Workspace per Wizard auf eine neue ecu.test-Version, statt jedes Artefakt einzeln öffnen und speichern zu müssen.

  • Die Object API wurde passend ergänzt, sodass auch das Speichern von Packages über die API die Kompatibilitätseinstellung berücksichtigt und das Feature durchgängig in automatisierten Abläufen nutzbar ist.

  • Eine umfangreiche Anwenderhilfe dokumentiert Einrichtung, empfohlene Abläufe für den Versionswechsel, den Umgang mit gemeinsam genutzten Workspaces sowie Einschränkungen.

ecu.test Interface Python Library

Die neue ecu.test Interface Python Bibliothek stellt die öffentlichen Python-Schnittstellen für die Entwicklung eigener ecu.test-Erweiterungen bereit. Dadurch wird es deutlich einfacher, diese Erweiterungen in einer externen IDE wie VS Code oder PyCharm zu entwickeln.

Die Bibliothek wird als Python-Wheel bereitgestellt und enthält neben der API-Dokumentation auch Beispiele für die Verwendung.

Moderne IDEs ermöglichen so Autovervollständigung einschließlich Inline-Hilfe. Außerdem können dadurch AI-Coding-Assistenten wie GitHub Copilot oder Claude Code bei der Erstellung, Änderung oder Absicherung von ecu.test-Erweiterungen besser unterstützen. 

Die Verwendung wird ausführlich in der ecu.test-Hilfe beschrieben und umfasst derzeit folgende API-Bestandteile:

Über alle neuen Features, Erweiterungen und Verbesserungen des Releases kannst du dich auch in unseren Release Notes und im Changelog informieren!